Newsletter April 2022

INHALT: Blog posts: Ukraine-Russland: Wer nicht mit uns ist, …. // Nachrichten: Greenwashing der Militärregierung in Myanmar / Go-Spiel im Pazifik / China Pakistan Economic Corridor wieder Chefsache // Countermovements: Myanmar: Bergbau / Griechenland: Piräus / Pakistan: Kohlekraftwerk // Lesehinweise: The complex relationship between China and India in light of Russia’s war in Ukraine/ The Specter of Global China revisited.

Kohleausstieg ‚par ordre de mufti‘

Präsident Xi Jinpings Ankündigung bei der UN-Generalversammlung im September, dass China zukünftig im Ausland keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen wird, hat der internationalen Klimagemeinde neue Hoffnungen auf einen beschleunigten Abbau der CO2-Emissionen weltweit gegeben, ähnlich wie die Fata Morgana einer Oase den dürstenden Wanderern in der Sahara. Für eine echte Energiewende in der Ländern des Globalen Südens ist das allerdings nur ein – wenn auch wichtiges – Puzzleteil.

Pakistan: Bruderzwist

„China and Pakistan fall out over Belt and Road frameworks“ titelte der japanische Wirtschaftsdienst ‚Nikkei Asia‘ und liest aus der Verschiebung des jährlichen bilateralen Gipfeltreffens das „most serious disagreement“ zwischen Peking und Islamabad heraus. Diese Meldung hat vermutlich hoffnungsvolle Erwartungen in New Delhi ausgelöst. Indische Schadenfreude wäre verständlich.

Innen hui, außen pfui

Mit der Ankündigung beim Klimagipfel in Paris 2015, bis spätestens 2030 den Scheitelpunkt der CO2-Emissionen zu erreichen, wurde die Volksrepublik China zu einem Hoffnungsträger im Kampf gegen den Treibhauseffekt. Beim 19. Parteitag der Kommunistischen Partei im Oktober 2017 bekräftigte Staats- und Parteichef Xi Jinping das Ziel, „Beteiligter, Mitwirkender und Fackelträger in einem globalen Streben nach einer ökologischen Zivilisation“ zu sein. Vom braunen Saulus, auf den man im Westen mit dem Finger zeigen konnte, um von eigener Untätigkeit abzulenken, wurde China zum grünen Paulus.