Risiko Arbeitskämpfe

„Wer baute das siebentorige Theben?“ lässt Bertold Brecht einen lesenden Arbeiter fragen, „in den Büchern stehen die Namen von Königen.“ Bei den Seidenstraßen werden immerhin chinesische Arbeiter erwähnt, allerdings zumeist mit dem Zusatz, sie würden Einheimischen die Arbeitsplätze streitig machen. Arbeitsbedingungen und Gewerkschaftsrechte spielen in der Debatte über chinesische Projekte und Unternehmen dagegen kaum eine Rolle. Doch hier gibt es Risiken, die das Projekt BRI gefährden können.

China wird grün – aber wie?

Könnte China ein grünes Vorzeigemodell sein? Die Stimmen, die China als Vorbild für die Lösung ökologischer Krisen, allen voran der Klimakrise, hochhalten, mehren sich. Zudem beansprucht die Regierung, mit dem Konzept der ‚ökologischen Zivilisation’ Vorreiter für eine neue Ära zu sein. Zugleich scheint Pekings „autoritäre Umweltpolitik“ erfolgreicher als demokratische Verhältnisse.

Newsletter Mai 2021

Inhalt: Blog posts zu Europas geopolitischer Geisterfahrt im Indo-Pazifik und zu „Schuldendiplomatie“ als wiederkehrender Topos in der Debatte über Chinas wirtschaftliche und politische Expansion; Buchhinweis: ‚Chinas neuer Imperialismus’ oder ‚wie ein sozialistisches Land den Kapitalismus rettet’; Besprechungen von Jonathan Hillmans Buch ‚The Emperor’s New Road‘ und einer Studie über soziale Risiken für eine nachhaltige Entwicklung durch BRI.

Reglobalisierung auf chinesisch

Uwe Hoering www.beltandroad.blog September 2018. Beim »Belt & Road Forum on International Cooperation« Mitte Mai 2017 in Peking versprach Staats- und Parteichef Xi Jinping ein »neues Goldenes Zeitalter der Globalisierung«, das durch die Initiative angeschoben werde. Zur Lösung der multiplen Krise, die 2007/08 begann, würde China der Welt »Gemeinschaftsgüter« wie Transportinfrastruktur, Energieversorgung und Telekommunikation »zur„Reglobalisierung auf chinesisch“ weiterlesen

Review: Checkpoints auf den Seidenstraßen

Uwe Hoering www.beltandroad.blog Dezember 2020. „It is in China’s best interest to pay attention to the stories in this book“. Die Belt&Road Initiative stellt für zivilgesellschaftliche Entwicklungsorganisationen, für soziale Bewegungen und Umweltschützer eine gewaltige Herausforderung dar. Sie stehen vor der neuen Aufgabe, mit diesem massiven Milliardenprogramm, mit Chinas wachsender Bedeutung und selbstbewusstem Auftreten umzugehen. Tausende„Review: Checkpoints auf den Seidenstraßen“ weiterlesen

Xi Jinpings Aushängeschild

Uwe Hoering www.beltandroad.blog Dezember 2020. Wird die Corona-Krise für die Belt and Road Initiative „Turbo oder Bremse?“. Weltweit ist das Rätselraten im Frühjahr 2020 groß, wie es angesichts einer globalen Pandemie mit dem ambitionierten chinesischen Infrastruktur- und Investitionsprogramm weitergeht. Unstrittig scheint, dass die Belt and Road Initiative (BRI), auch Neue Seidenstraßen genannt, heftig mit dem„Xi Jinpings Aushängeschild“ weiterlesen

Highway oder Sackgasse?

Christa Wichterich / Uwe Hoering www.beltandroad.blog Dezember 2019. Mit dem Bau der Neuen Seidenstraßen versprach China unter anderem einen weltweiten Schub für die Entwicklung vieler ­ärmerer Länder – die einzelnen Projekte aber stützen vor ­allem die wirtschaftlichen Interessen des «Reiches der Mitte». Viele der ­Projekte greifen massiv in die Natur ein und in die Lebensbedingungen„Highway oder Sackgasse?“ weiterlesen

Lieferketten: Ein Konkurrent als Ausrede

Merle Groneweg www.beltandroad.blog Dezember 2019. China verletzt in seinen globalen Lieferketten die Menschenrechte und nimmt Umweltzerstörung in Kauf. Stimmt. Doch dies darf für westliche Unternehmen und Regierungen kein Grund sein, von eigenen Verfehlungen abzulenken. Besser wäre es, China aktiv in die Entwicklung von verbindlichen Standards einzubeziehen. Vor allem im Umweltbereich hat sich in China zudem„Lieferketten: Ein Konkurrent als Ausrede“ weiterlesen

Menschenrechts-Dilemma

Uwe Hoering www.beltandroad.blog Oktober 2020. Unmittelbar nachdem China am 13. Oktober diesen Jahres erneut in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt wurde, dessen Mitglieder sich verpflichten, die Menschenrechte zu fördern und zu schützen, verschickte Pekings UN-Vertretung einen triumphierenden Tweet, in dem sie die „starke Unterstützung“ durch die Mitgliedsstaaten begrüßte. Allerdings gab es dieses Mal 41„Menschenrechts-Dilemma“ weiterlesen